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HBK-Hygieneberatung


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68305 Mannheim

Betreiberpflicht (Praxisinhaber)

Das seit dem 1. Januar 2001 gültige IfSG ist die gesetzliche Grundlage für alle Maßnahmen, die bei ansteckenden Krankheiten ergriffen werden müssen, um eine Ausbreitung zu verhindern. § 36 IfSG schreibt jedem Praxisinhaber vor, einen praxistauglichen Hygieneplan zu erstellen und darin die innerbetrieblichen Verfahrensweisen zur Hygiene festzulegen. Dieser Plan stellt eine verbindliche Arbeitsanweisung dar und dient im Rahmen der Produkthaftung dem Nachweis der erbrachten Sorgfaltspflicht gegenüber dem Gesundheitsamt.

mit der Novellierung des IfSG von 2011 wurde die:

  • Konkretisierung von Aufgaben und Verantwortlichkeiten (Pflichten) der Leiter von medizinischen Einrichtungen im Bereich der Infektionsprävention (§23 IfSG 
  • Aspekte des Gebrauchs von Antibiotika (Antiinfektiva) (§23 IfSG ) •
  • Erkennung und Sanierung von Patienten, die mit MRSA besiedelt sind (ambulanter Bereich; GBA, §87 SGB V)
  • Qualitätsberichte (GBA, AQUA/Qualitätsindikatoren (31.12.2012; §137 SGB V) zu zentralen Themen hervorgehoben.

§ 23 Nosokomiale Infektionen; Resistenzen; Rechtsverordnungen durch die Länder Die Leiter folgender Einrichtungen haben sicherzustellen, dass die nach dem Stand der medizinischen Wissenschaft erforderlichen Maßnahmen getroffen werden, um nosokomiale Infektionen zu verhüten und die Weiterverbreitung von Krankheitserregern, insbesondere solcher mit Resistenzen, zu vermeiden: 

  • Krankenhäuser,
  • Einrichtungen für ambulantes Operieren,
  • Vorsorge- oder Rehabilitationseinrichtungen, in denen eine den Krankenhäusern vergleichbare medizinische Versorgung erfolgt,
  • Dialyseeinrichtungen,
  • Tageskliniken,  
  • Entbindungseinrichtungen,  
  • ehandlungs- oder Versorgungseinrichtungen,
  • die mit einer der in den Nummern 1 bis 6 genannten Einrichtungen vergleichbar sind,
  • Arztpraxen,
  • Zahnarztpraxen und  Praxen sonstiger humanmedizinischer Heilberufe

Die Einhaltung des Standes der medizinischen Wissenschaft auf diesem Gebiet wird vermutet, wenn jeweils die veröffentlichten Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut und der Kommission Antiinfektiva, Resistenz und Therapie beim Robert Koch-Institut beachtet worden sind.